Ölwechsel CB500

Werkzeug/Material

zusätzlich zum vorher beschriebenen allgemeinen Werkzeug benötigst du noch

  • Seitenschneider
  • Spitzzange
  • Bindedraht (rostfrei, etwa 1/2 mm Durchmesser)

 

Arbeitsschritte

Auch die CB hat ein Ölwechselintervall von 12 Mm (oder einmal jährlich). Sollte das Motorrad aber nur im Kurzstreckenbetrieb (oder bei Temperaturen unter 0 °C) gefahren werden, so verkürzt sich dieses Intervall auf die Hälfte.
Vor dem Ölwechsel den Motor warm fahren (nicht am Stand warm laufen lassen)! Eine kleine Runde von ein paar km sollte reichen. Wenn es sehr kalt ist vielleicht eine etwas größere Runde.
Der Sinn dabei ist der, dass warmes Öl leichter fließt (rinnt schneller ab) und dass sich abgelagerter Schmutz, Metallabrieb, ... im Öl in Schwebe befindet und so mitabgelassen wird.

  • Motorrad sicher abstellen (ebene Fläche, Hauptständer!)
  • Die Ölablassschraube der CB ist unterhalb der Ölwanne. Auch hier war es nicht im Reparaturhandbuch vermerkt dass diese mit einem Draht gesichert ist. Der wird mit dem Seitenschneider aufgezwickt und entfernt.
  • Jetzt kann die Ölablassschraube gelockert – aber noch nicht ausgedreht – werden. Ich drehe auch den Ölmessstab etwas heraus (so kann von oben Luft dazu und das Öl rinnt gleichmäßiger und schneller ab).
  • Den Ölauffangbehälter platzieren und die Ablassschraube ganz ausdrehen.
    Vorsicht: Das Öl kommt anfangs mit relativ viel Druck und es kann auch ziemlich heiß sein! Da sich schwer abschätzen lässt in welchem Bogen das Öl anfangs herausschießt, halte ich einen Trichter unter, mit welchem ich den Ölstrahl gezielt in den Auffangbehälter leite!
  • Nun heißt es etwas Geduld haben während das gesamte Öl abfließt, denn das kann etwas dauern. Es soll Leute geben, die das Motorrad über Nacht stehen lassen um auch den letzten Tropfen Altöl zu entfernen. Wir halten das für etwas übertrieben (und haben auch gar nicht die räumlichen/ zeitlichen Möglichkeiten, da wir alle Servicearbeiten direkt an der Straße erledigen).
    Zwischendurch darauf achten, dass die Platzierung des Auffangbehälters dem geänderten Ölstrahl angepasst wird (da dieser schwächer wird, kann es sein, dass das Öl nicht mehr in den Behälter fließt, sondern an diesem vorbeiläuft - daher den Auffangbehälter von Zeit zu Zeit nachjustieren!)
  • Wenn dann kein Öl mehr rinnt, wird mit einem entsprechenden Schlüssel der Ölfilter entfernt (ein Band- oder Kettenschlüssel ist dazu gut geeignet). Den Filter entfernen und auf dem Auffangbehälter komplett ausrinnen lassen.
  • Tipp: Sollte der Filter in der Werkstatt zu fest angezogen worden sein und lässt sich nun nicht bewegen, kann man einen Schraubendreher durch das Filtergehäuse schlagen (dabei darauf achten, dass nicht das Gewinde in der Mitte beschädigt wird) und den Filter mit diesem provisorischen Hebel lockern.
  • Das Motorrad auch kurz auf den Seitenständer stellen - es rinnt das letzte bisschen Öl aus!
  • Jetzt den neuen Filter montieren.
    Achtung: Die Dichtung des neuen Ölfilters vorher mit ein wenig sauberem Öl einfetten und etwas vom frischen Öl in die Filterpatrone geben. Dann den Filter gerade ansetzen und nur von Hand anziehen. Mit dem Filterschlüssel noch einen letzten kleinen Ruck - nicht zu fest anknallen (10 Nm).
  • Jetzt die Ölablassschraube mit der neuen Dichtung versehen (Wölbung beachten!) und diese mit 35 Nm festziehen.
    Beachte: Diese Dichtung sollte zumindest bei jedem 2. Ölwechsel erneuert werden (bei den paar Cent lohnt sich Sparen nicht wirklich).
  • Jetzt kann das neue Öl eingefüllt werden:
    Dazu einmal den Messbehälter vollfüllen (2 l) und diesen zügig einfüllen (dazu einen Trichter verwenden da der Zugang nicht ganz einfach ist -schon gar nicht mit montiertem Sturzbügel.
    Dann den Rest der insgesamt benötigten Menge (~ 1,1 l fehlen noch) in den Messbehälter geben und einfüllen.
    Für einen Ölwechsel, bei dem auch der Filter gewechselt wird, werden etwa 3,1 l Öl benötigt (ohne Filter ca. 2,9 l)
  • Den Motor kurz im Leerlauf drehen lassen (die Kontrollampe sollte nach kurzer Zeit ausgehen!).
  • Dann etwa zwei Minuten warten und den Ölstand kontrollieren und anpassen. Das Öl sollte an der oberen Pegelmarke stehen.
    Beachte: Beim Kontrollieren des Ölstandes den Ölmessstab nicht eindrehen, sondern nur aufsetzen!
  • Wenn alles passt, die Ablassschraube nicht vergessen mit dem rostfreien Draht zu sichern!

 

Fiches

Hier nun die Zeichnungen, welche dir bei der Arbeit helfen werden
(ein Klick auf ein Bild vergrößert es)
:

Ablassschraube Öl ablassen Ölstand
Bild 1 Bild 2 Bild 3

 

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